Förderung der Fassade: Das zahlt Ihnen der Staat

Die aktuelle Gebäudehülle ist nur unzureichend gedämmt, doch für eine Sanierung reicht das Budget nicht? Dann ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Förderung der Fassade auseinanderzusetzen. Wir bringen Licht in den Förderdschungel und stellen die wichtigsten staatlichen und regionalen Förderungen vor.

Energetische Sanierung lohnt sich dank staatlicher Förderung

Geht es um die Förderung energetischer Maßnahmen, ist zwischen einer Vollsanierung und der Umsetzung einer Einzelmaßnahme, die der Energieeffizienz dient, zu unterscheiden.
War bisher die Kreditanstalt für Wiederaufbau  (KfW) für die Förderung von Einzelmaßnahmen in der energetischen Sanierung durch einen Investitionszuschuss  zuständig, übernimmt seit dem 2. Januar 2021 das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Bündelung dieser Förderprogramme.
Das neue Programm der “Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG) von dem BAFA fasst die bisherigen Angebote im Förderbereich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien zusammen.
Die BEG gilt für alle

  • Wohngebäude, z. B. für Eigentums­wohnungen, Ein- oder Mehr­familien­häuser
  • Nichtwohngebäude, z. B. für gewerbliche und kommunale Gebäude.

Die neue BEG des BAFA

Zur Förderung von Energieeffizienz bündelt die Bundesregierung bisherige Förderprogramme zu einem neuen Förderangebot: Maßnahmen an der Fassade werden mit 20 % Zuschuss gefördert.

Im Bereich Einzelmaßnahme Fassade ist der Zuschuss für Maßnahmen an der Gebäudehülle für Sie interessant. Hier können Sie zwischen einer Kredit- oder einer Zuschussförderung wählen, die beim BAFA beantragt werden können. Sei es Fassadendämmung oder die Erneuerung von Vorhangfassaden: bei energetischen Einzelmaßnahmen an Neubauten oder bei Sanierung bestehender Gebäudehüllen beträgt der  Förderungszuschuss 20 % der förderfähigen Kosten. Um diesen Zuschuss zu erhalten, müssen allerdings Investitionen von mindestens 2.000 € Brutto getätigt werden. Die förderfähigen Ausgaben für die energieeffizienten Gebäudesanierungsmaßnahmen sind auf 60.000 € pro Wohneinheit gedeckelt, was zu einem maximal möglichen Zuschuss von 12.000 Euro führt.
Ist die Fassadensanierungsmaßnahme Teil eines durch einen Energieberater erstellten individuellen Sanierungsfahrplans, haben Sie die Möglichkeit, maximal 15 Jahre nach Erstellung dieses Fahrplans die Maßnahme mit einem zusätzlichen Förderbonus von fünf Prozent bezuschussen zu lassen. 

Bisherige Förderprodukte der KfW bestehen bis zum 1.07.21

Ab dem 1. Juli 2021 können Sie bei der KfW einen Antrag auf Kredite und Zuschüsse der Bundesförderung effizienter Gebäude stellen. Bisherige Fördermaßnahmen des Energieeffizienten Sanierens durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau können Sie noch bis zum 30.06.2021 beantragen.
Dies betrifft:

  • Programm 151/152: Kredit
  • Programm 430: Investitionszuschuss
  • Programm 431: Zuschuss Baubegleitung

Über das Programm 151/152 können Sie weiterhin einen Kredit für eine Einzelmaßnahme (50.000 Euro Kredit, Tilgungszuschuss von 20 %) beantragen. Die Förderung einer Gesamtsanierung nach Effizienzhausstandard mittels Investitionszuschuss (430) erfolgt ab 1. Juli 2021 über die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Momentan beträgt der KfW-Zuschuss maximal 48.000 Euro.
Die Förderung der Baubegleitung einzelner energetischer Maßnahmen können Sie direkt zusammen mit den Programmen zu Investitionszuschuss (430) oder Kredit (151/152) beantragen. Förderfähig ist die Fachplanung und die qualifizierte Baubegleitung der Einzelmaßnahme durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten. In Zukunft fördert die KfW im Rahmen der BEG auch die Nachhaltigkeitszertifizierung  eines Neubaus mit dem Qualitäts­siegel „Nachhaltiges Gebäude“. Die Zuschüsse betragen 50 % der Kosten für einen Energieeffizienz-Experten bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis maximal 2.500 € pro Vorhaben. Mehrfamilienhäuser können mit maximal 10.000 Euro Zuschuss gefördert werden.

Steuerliche Förderung statt Antragsverfahren

Wem die Fördermöglichkeiten über die BEG zu komplex sind, kann den unbürokratischeren und weniger aufwändigen Weg der Steuerlichen Absetzbarkeit gehen. Seit Januar 2020 fördert das Finanzamt die nachträgliche Wärmedämmung von Fassaden mit einem Zuschuss von 20 % der Gesamtkosten

Die Grundvoraussetzungen hierfür sind,

  • dass sämtliche Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Der Fachunternehmer muss den Meisterstatus in seinem Gewerk aufweisen und die standardgemäße Ausführung der vorgenommenen Maßnahme bescheinigen.
  • dass die Sanierungsmaßnahmen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen und vor dem 1. Januar 2030 beendet werden.
  • dass die Maßnahmen an einem Gebäude durchgeführt werden, das den eigenen Wohnzwecken dient.
  • dass das zu dämmende Gebäude älter als zehn Jahre ist.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, verteilt sich die Förderung durch das Finanzamt auf drei Jahre nach Beendigung der Maßnahmen. Die Aufwendungen für Materialkosten und fachgerechten Einbau des Wärmedämmverbundsystems  werden mit einem Anteil von 20 % von der Steuerschuld (Einkommensteuer des Antragstellers) abgezogen und erstattet. 

Tipp: Das Einschalten eines Energieberaters ist für die Inanspruchnahme der steuerlichen Förderung nicht notwendig.

Hauseigentümer aufgepasst: Bei Maßnahmen an der Fassade ist das GEG zu beachten

Seit Ende November 2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (kurz GEG) in Kraft getreten. Diese neue Richtlinie betrifft bereits gebaute Immobilien und schreibt vor, dass Außenwände nach einer Sanierung oder Erneuerung einen maximalen Wärmedurchgangskoeffizienten (oder U-Wert) von 0,24 W/(m2·K) nicht überschreiten dürfen. Wird dieser U-Wert von Ihrem Gebäude überschritten, ist der Einbau einer Wärmedämmung notwendig. Dabei legt das GEG ebenfalls fest, dass die Anforderungen an die Modernisierungsmaßnahmen erst greifen, wenn über 10 % der Außenbauteile von einer Sanierung betroffen sind.

Das heißt für Sie: Sind Sie Eigentümer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses und lassen Änderungen an Ihrer Fassade vornehmen (zum Beispiel die Erneuerung des Außenputzes), die mehr als 10 Prozent der Außenfläche betreffen, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Gebäude einen bestimmten Primärenergiebedarf und den U-Wert nicht überschreitet. Dabei sind Sie verpflichtet, eine Beratung durch einen Energieberater vor der Planung Ihrer Gebäudemaßnahme vorzunehmen.
Ausgenommen von diesen Änderungen ist das Streichen der Fassade.

Hinweis: Sind Sie Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses, in dem Sie selbst seit Anfang 2002 wohnhaft sind, besteht die Ausnahmemöglichkeit von der Nachrüstpflicht. Eine Ausnahme ist auch für denkmalgeschützte Gebäude möglich.

Auch regionale Förderung ist möglich

Zusätzlich zum Bund fördern auch vereinzelte Länder und Kommunen eine Modernisierung der Fassadendämmung.

92 % DER FÖRDER­UNGEN ZUR WÄRME­DÄMMUNG UND FASSADEN­SANIERUNG SIND ZUSCHÜSSE

In Deutschland sind derzeit über 1.400 Förderungen zur Wärmedämmung und Fassadensanierung abrufbar. Über 1.300 davon werden in Form von Zuschüssen vergeben, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Dies entspricht einem Anteil von etwa 92 % und zeigt das Potenzial, das Hausbesitzer bei der Finanzierung einer Fassadendämmung ausschöpfen können.

Federmeister unterstützt bei der Beantragung

Wir unterstützen Sie bei der Förderung Ihrer Fassadendämmung im Rahmen Ihres Modernisierungsvorhabens.

Wenn Sie sich bei der Fassadensanierung für eine Umsetzung mit Federmeister entscheiden, brauchen Sie sich um die passende Förderung für Ihre Baumaßnahme nicht zu sorgen.

Sowohl die Prüfung Ihrer Förderfähigkeit, als auch die kostengünstige Vermittlung eines Energieeffizienzberaters sind Teil unserer Leistungen.

Sie planen einen Fassadendämmung und wollen die maximale Förderung?

Hier ist Vorsicht geboten

  • Gefördert werden nur Gebäude, für die der Bauantrag vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Ferienhäuser und -wohnungen sind von einer Förderung ausgeschlossen
  • Für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, gelten andere Bedingungen
  • Eine Förderung kann nicht nachträglich beantragt werden
  • Eine Förderung kann steuerliche Folgen auslösen
  • Der Energieberater muss aus der Liste der Energieeffizienz-Experten für die Förderprogramme des Bundes ausgewählt werden.

Damit Sie die bestmögliche Förderung für Ihre Dämmmaßnahme erhalten, beraten wir Sie gern ausführlich zu Ihrem Modernisierungsvorhaben, prüfen Ihre Fördervoraussetzungen und unterstützen Sie bei der kompletten Antragstellung.

Füllen Sie dazu ganz einfach unseren Fassadenplaner aus und sichern Sie sich Ihre Förderung zur neuen Fassade.

Federmeister Fördermittel Service

Schöpfen Sie mit dem kostenlosen Fördergeld-Service von Federmeister die Förderung für Ihre Wärmedämmung voll aus.
Wir unterstützen Sie bei der Analyse von Fördermöglichkeiten für Ihr Sanierungsvorhaben.